Heute bin ich aus Kenia zurückgekommen, wo ich die größte Tierwanderung der Welt durch die Masai Mara verfolgt habe. Jedes Jahr wandern mehr als 1,4 Millionen Gnus und 200.000 Zebras und Gazellen im Uhrzeigersinn über 2.900 Kilometer auf der Suche nach regengereiftem Gras, unermüdlich verfolgt von Afrikas großen Raubtieren.
Dieses Jahr war die Dürre so schlimm, dass ich sogar Giraffen beim Überqueren des Mara-Flusses beobachtete. Giraffen wagen sich nur sehr selten in Flüsse, denn ihre Beine sind so schlaksig, dass sie leicht ausrutschen und sich nie wieder erholen könnten. Diese Gruppe brauchte fast eine halbe Stunde, um diesen seichten Abschnitt des Flusses zu überqueren. Es war spannend, ihnen dabei zuzusehen, wie sie behutsam hinübergingen und jeden Fuß vorsichtig tasteten, bevor sie einen Schritt machten.
